SEGELYACHT HETI

Max Oertz

Konstrukteur der Heti

Dr. Ing. h.c. Max Oertz (1871 – 1929) gilt bis heute als Koryphäe des Yachtbaus. Die schnellen und hochwertigen Oertz-Yachten dominierten die Segelregatten in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg. 1907 baute Oertz seine erste Zwölf-Meter-Rennyacht für einen holländischen Auftraggeber, der damit sensationelle Erfolge feierte. Dies veranlasste den Industriemagnaten Friedrich Krupp, Oertz mit dem Entwurf einer schnellen und zugleich repräsentablen Schoneryacht zu beauftragen. Gebaut wurde die GERMANIA 1908 auf der Kruppschen Germaniwerft in Kiel. Die GERMANIA war der Yacht Kaiser Wilhelms II., der in den USA gebauten METEOR III, weit überlegen. Nachdem die kaiserliche Schoneryacht bei einer Segelregatta klar von der GERMANIA geschlagen worden war, bestellten Majestät eine neue METEOR – bei Max Oertz. Weil dessen Werft am Reiherstieg in Hamburg-Neuhof zu klein war, baute man sie in Kiel.

 

 

Mit dem Entwurf der imposanten METEOR IV und ihrer Nachfolgerin METEOR V erlangte Max Oertz internationale Reputation als Yachtkonstrukteur. Er zeichnete aber auch für eine Reihe bedeutender Erfindungen für Schiff- und Luftfahrt verantwortlich und zählt zu den Gründervätern des Hamburger Flughafens in Fuhlsbüttel. Von der Oertzschen Werft und den großen Rennschonern ist nichts erhalten geblieben. Die wenigen heute noch existierenden Oertz-Yachten sind über die ganze Welt verstreut. Sie gelten ähnlich automobilen Raritäten wie etwa alte Bugattis als besonders gefragte Klassiker.