SEGELYACHT HETI

Die Zwölfer

Das Regattasegeln wird seit 1906 von einem international anerkannten Formelwerk bestimmt, wonach weitgehend ähnliche Boote und typverwandte Yachten in unterschiedliche Klassen unterteilt werden. Diese Klassifizierung nach "Meter-Yachten" sollte fortan die Chancengleichheit im sportlichen Wettstreit gewährleisten.

 

Als eine der größten Klassen entstanden die 12-Meter-R(enn)-Yachten, kurz Zwölfer genannt. Wenn auch in der Wasserlinie etwa zwölf Meter lang, so messen diese Rennyachten über Deck doch meist über achtzehn Meter. Wie die Formel 1 im Automobilsport galten die Zwölfer im Segelsport als Königsklasse.

 

Konzipiert als solide und hochseetüchtige Schiffe stellten die Zwölfer mit ihrem freien Deck, ihrer erstklassigen Ausstattung, ihrem exzellenten Segelverhalten und ihrer hohen Geschwindigkeit Superlative des Yachtbaus dar. Ihre Blütezeit erlebten sie in den Dreißiger bis Fünfziger Jahren. Aus dieser Ära sind noch einige namhafte Yachten erhalten geblieben wie etwa die OSTWIND und die WESTWIND der Bundesmarine oder die FLICA II. Bis zum Ersten Weltkrieg liefen für deutsche Eigner allerdings nur ganze sieben Zwölfer mit Gaffeltakelung vom Stapel. Lediglich ein Schiff ist hiervon erhalten geblieben – die von Max Oertz konstruierte und gebaute HETI. Sie ist zugleich der einzige Zwölfer der ersten Generation, den der berühmte Yachtkonstrukteur überhaupt jemals für einen deutschen Kunden gefertigt hat.